Markttechnik Deutschland KW36 2021

Langsam wird es spannend!

Kommentar KW 36 :  Markttechnik Deutschland KW36 2021 -Deutsch-

Man kann es spüren. Da liegt was in der Luft. So ruhig, wie sich der Markt in den letzten Wochen verhalten hat, wäre es schon ein Wunder, wenn nicht demnächst ein größerer Ausbruch (egal in welche Richtung) ansteht. Schließlich haben wir September 2021. Der Monat, der für Deutschland zu einem Wahlbeben oder eben doch einem Merkel´schen "Weiter so" werden kann.

Die Bundestagswahlen stehen am 26.09.21 an. Haben Sie sich schon Gedanken gemacht, wen Sie wählen möchten? Schwierig diesmal! Für Unentschlossene gibt es wieder die Onlineangebote "Wahl-O-Mat" oder "Wahlswiper"  in denen mit einfachen Fragen zu aktuellen Themen die eigene Meinung im Vergleich zu den Wahlprogrammen der einzelnen Parteien abgeglichen wird. Natürlich geben die persönlichen Antworten den Betreibern der Angebote auch Rückschlüsse über das Wahlverhalten an der Urne wieder. Ein Blick auf die letzten Umfragewerte in Grafik 1 zeigt uns, wie spannend der Wahlkampf in den kommenden Wochen noch werden kann. Die Union steht unter enormen Druck. Sollte also nach 16 Jahren Merkel ein "Sozialdemokrat" wieder Bundeskanzler werden. Man kann gespannt sein, wie die Börse darauf reagieren wird. Dabei wird es sicherlich darauf ankommen, welches Koalitionspuzzle zusammen kommt. Fest steht aber auch, dass das "Sozial" in soziale Marktwirtschaft zur Zeit fast schon zu groß geschrieben wird. Corona-bedingt hat sich der Staat mittlerweile in viele Winkel der Wirtschaft eingeklinkt. Ob das auf Dauer der Wirtschaft hilft ist mehr als fragwürdig. Die Börse wird uns hierauf sicherlich erste Antworten nach der Bundestagswahl geben.

Aktuell befinden wir uns mit vielen Indikatoren oder Marktsichtweisen noch im neutralen Bereich. So z.B. auch der amerikanische von CNN entwickelte Sentimentindikator Fear & Greed. Noch neutral aber einige Teilindikatoren sind in den letzten Wochen in den "Giermodus" umgeschwenkt. So auch der deutsche VDAX New in Grafik 2. Vom Corona-Spike im Februar 2020 sind wir längst wieder in ruhigere Bereiche zurückgekehrt. Eine aktuelle Volatilität von unter 18 deutet aber auch auf einen jederzeit möglichen Ausbruch hin. So gesehen in den letzten Wochen als die Volatilität der Volatilität mit dem jüngsten roten Stab im unteren Teil der Grafik ausgebrochen ist.

Am vergangenen Freitag haben uns die schwächeren US Arbeitsmarktdaten kurz vor Schluss auf Wochenbasis wieder etwas unter Wasser gedrückt. Negative Wirtschaftsmeldung werden weiterhin schnell verarbeitet und auch verdaut. Entsprechend ließ eine Gegenbewegung nicht lange auf sich warten. Der "Buy the Dip Modus" ist noch nicht vorbei. Andere Chartanalysten weisen allerdings auch schon darauf hin. Die Abstandsbreite der Bollinger Bänder ist im DAX® und auch im DAX® Kursindex  (Grafik 3) historisch eng. Entsprechend wird eine Bewegung in der nächsten Zeit erwartet. 

BTW21

VDAX NEW

DAXK

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